Die Gleichgewichtung der Elemente ist im Ayurveda fundamental.
Sind Feuer und Wasser, Luft und Erde im Ungleichgewicht kommt es zu seelischer, emotionaler, mentaler und körperlicher Dysbalance. Die Folge ist eine körperliche Erkrankung.

In der dunklen Jahreszeit fehlt uns oft das Feuer (Sonnenlicht). Spaziergänge (Luft) werden rar. Wasser und Erdelement bekommen leicht ein Übergewicht. Oft essen wir in der dunklen Jahreszeit viel erdgebundene Nahrung wie Kartoffeln, Kohl, Fleisch, Kuchen und Schokolade. Wir versuchen das Ungleichgewicht – also mangelndes Feuer, fehlende Dynamik, Lebensfreude – zu ersetzen. In Wirklichkeit werden wir aber körperlich und mental immer träger.

Auf der Körperebene versetzen wir die Leber in Dauerstress. Wir sind bereits nach dem Frühstück müde und können auf den Mittagsschlaf nicht mehr verzichten. Die nicht verarbeiteten tierischen Eiweiße setzen sich in den Gelenken ab, werden kristallin und beginnen sich zu entzünden. Rheuma und Gicht sind die Folgen.
Im Frühjahr nehmen dann die Leberschwächen (plötzliches Einsinken der Knie u. Beine etc.) rapide zu

Auf mentaler Ebene werden wir langsam unbeweglich, bauen uns eine Komfort Zone auf, werden geistig starr und engstirnig.
Auch hier erkennen wir:
Alles hat eine Auswirkung und Entsprechung durch und auf alle Ebenen.

Suche also gerade in der dunklen Jahreszeit die Elemente Luft und Feuer – die Inspiration durch Musik, Literatur, Tanz, Sport und persönliche Herausforderungen.
Entfache das Herzfeuer und setze es emotionalen, geistigen und körperlichen Lethargie und Starrheit entgegnen.
Genieße Obst und Gemüsesorten, die das Luftelement – also die Leichtigkeit – und das Feuerelement aktivieren und unterstützen.

Morgens zwölf weiße Pfefferkörner in den Mund nehmen, unter der Zunge belassen bis sich Speichel angesammelt hat und dann herunterschlucken.
Alternativ trinke man mehrere Tassen heißes Wasser mit einer Prise Cayenne Pfeffer oder nimmt Papayakerne. Bei gestörter Magen-Darmschleimhaut sind diese besser zu vertragen.

Außerdem nehme man einen Esslöffel Hanföl (alle essenziellen Fettsäuen) mit einer Mahlzeit zu sich.

Patienten, die bereits mit Antibiotika oder Kortison behandelt werden oder wurden, sollten vorerst die Magen-Darmschleimhaut stärken, indem sie zwei Wochen vor der Pfefferkur mindestens 30 mg Hanföl täglich (entzündungshemmend ) und mit Sauerkraut und Sauerkrautsaft oder auch homöopathisch unterstützt die natürliche Darmflora wieder aufbauen und stärken.
Bereits nach zwei Wochen melden die meisten Patienten eine deutliche Besserung ihrer Beschwerden.

Bei Athritis, Gicht oder Rheuma sollte man mit der Einnahme der weißen Pfefferkörner möglichst in einem frühen Stadium der Erkrankung beginnen und sie dauerhaft beibehalten.
Gleichzeitig ist darauf zu achten, dass tierisches Eiweiß auf ein Minimum zu reduzieren ist. Zumindest das Verhältnis von 1:4 – also ein Teil tierisches Eiweiß zu vier Teilen pflanzliches Eiweiß – ist unbedingt einzuhalten.
Auf Schweinefleisch und Produkte die Schweinefleisch beinhalten, sollte bei diesen Krankheitsbildern konsequent verzichtet werden!

Weitere Tipps, Anregungen und Hintergrundwissen erfahrt Ihr in unserem nächsten Ernährungsseminar. Diesmal werden wir nicht nur theoretisch sondern auch ganz praktisch angeleitet. Meike wird mit den Teilnehmern das Mittagessen gemeinsam zubereiten.